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Die Ligen
Eine Übersicht über die Nordamerikanischen Profiligen

Ein Farmteam - was ist das eigentlich ?

Hier soll erstmal erklärt werden, was ein Farmteam ist und wie diese mit den Teams der Major-Leagues zusammenarbeiten.

In jeder Nordamerikanischen Profiliga ist es üblich, daß die Teams der Major-Leagues (NHL, NBA, NFL, MLB usw.) Partnerschaften mit Teams aus unterklassigen Ligen, den sog. Minor Leagues, eingehen. Diese Partnerschaft hat nur einen Zweck, nämlich dorthin Spieler zu senden, die aufgrund ihrer spielerischen Qualtäten (noch) nicht stark genug für die Major League sind. Ebenso kommt es vor, daß Spieler nach einer Verletzung erst einmal im Farmteam trainieren. Junge Spieler landen nach der Vertragsunterzeichnung mit einem NHL-Team meistens in einem der Farmteams.

Das muß nicht immer gleich die Top-Nachwuchsliga AHL sein, falls die Spieler auch dafür noch nicht die spielerische Klasse besitzen. Die Teams vier anderer professioneller Hockeyligen, bieten noch die Möglichkeit jungen Spielern, eine Ausbildung und Spielpraxis zu ermöglichen. Das Farmsystem eines NHL-Teams kann sich durch mehrere Ligen ziehen. Das soll anhand der Buffalo Sabres veranschaulicht werden.

Die Sabres haben ihr Top-Farmteam in der AHL. Dies sind die Rochester Americans. Das zweite Farmteam der Sabres sind die South Carolina Stingrays in der East Coast Hockey League (ECHL), die der AHL spielerisch unterlegen ist. Diese drei Teams sind miteinander verbunden.

Die Spieler können willkürlich von Team zu Team geschickt werden. Das hängt vom jeweiligen Personalbedarf und von der Verfassung der Spieler ab. Erfüllt ein Spieler einmal nicht die Anforderungen, der sowieso keinen Stammplatz hat, kann sich dieser ganz schnell im Farmteam wiederfinden. Das bietet natürlich die Chance für einen Spieler des besagten Farmteams einen Einsatz in der höheren Liga zu bekommen.

Die meisten Minor-League Teams sind mit einem NHL-Team verbunden. Das bringt dem Minor-League Team finanzielle Vorteile, da sie Spieler erhalten, für die sie kein Gehalt bezahlen müssen. Deshalb kann der Verlust einer Partnerschaft, das Aus für ein finanziell schwaches Team bedeuten, da sie dann alle ihre Spieler selbst bezahlen müssen. Dennoch gibt es genügend Minor-League Teams, die unabhängig sind und deren Spieler ausschließlich diesem Team zur Verfügung stehen.

DIE PROFILIGEN

Da über die NHL wohl genug bekannt ist, sollen hier die Minor-Leagues näher beleuchtet werden:

Die Minor-Ligen werden über drei Level klassifiziert: AAA, AA und A. Wobei AAA, dem höchsten Standard, also der Qualität der Liga, entspricht. Die AHL und ECHL haben das höchste Niveau der Minors und sind mit AAA, die restlichen Ligen mit AA eingestuft.

Die American Hockey League wurde 1936 gegründet und ist, nach der NHL, die älteste Profiliga in Nordamerika. Die AHL hat sich in den letzten Jahren zur Top-Nachwuchsliga gemausert. Über 70 % aller NHL-Spieler haben ihr Handwerk in der AHL gelernt. Die Liga beherbergt ab dieser Spielzeit 29 Teams die hauptsächlich aus dem Nordosten der USA kommen. Alle Teams gehören oder sind Partner (Farmteam) eines NHL-Teams. Sechs Teams aus der ehemaligen IHL hatten sich zur Saison 2001/2002 der AHL angeschlossen. Gespielt wird in Eastern und Western-Conference, die jeweils drei Divisionen beeinhalten. Zehn Teams jeder Conference kommen am Saisonende in die Playoffs und spielen um den Calder Cup.

Die East Coast Hockey League wurde 1990 gegründet und hat sich mittlerweile fest in der amerikanischen Minor-League-Szene etabliert. Wie schon der Name sagt, sind die Teams hauptsächlich an der Ostküste der USA beheimatet, während die meisten Teams aus den Südstaaten stammen. Die Teams reichen vom Nordosten (New Jersey) bis zum Südosten (Florida). Ebenso haben sich in den letzten Jahren Teams der Liga angeschlossen, die weiter im Landesinneren liegen (z. B. New Orleans Brass oder die Mississippi Seawolves). Die Liga hat es mit der Expansion nie eilig gehabt und verfügt dennoch über 29 Teams und ist damit, zusammen mit der AHL, die größte Minor-League in Nordamerika. Gespielt wird in Nothern und Southern Conference, die in jeweils zwei Divisionen aufgeteilt sind. Der Sieger der Playoffs erhält den Kelly Cup.

Die Central Hockey League besteht seit 1992 und hat zu Beginn der Saison 2001/2002 mit der der Western Professional Hockey League fusioniert. Die Liga wird aber unter dem Namen Central Hockey League weitergeführt. Der Liga gehören derzeit 16 Teams an. Gespielt wird in Northern und Southern Conference, die in jeweils zwei Divisionen aufgeteilt sind. Die CHL verfügt über Teams die nicht in hockey-typischen Gegenden beheimatet sind, stammen doch die meisten Teams aus dem Süd- oder Mittelwesten der USA ( z.B. Austin Ice Bats oder New Mexico Scorpions). Der Sieger der Playoffs erhält den Miron Cup.

Die United Hockey League wurde 1991 unter dem Namen Colonial Hockey League mit anfangs fünf Teams aus dem Nordosten der USA und Kanada gegründet. Die Namensänderung in die UHL erfolgte 1997. Die Liga verfügt heute über 10 Teams die aus dem Norden der USA und Kanadas kommen. Der Sieger der Playoffs erhält den Colonial Cup.

Die West Coast Hockey League ist das Gegenstück zur ECHL, kann aber nur acht Teams aufweisen und hat nicht deren Popularität. Jedoch ist sie die Top-Liga unter den AA-Ligen. Das wurde hauptsächlich durch den EInkauf vieler ehemaliger IHL-Spieler erreicht. Mit den Anchorage Aces nimmt sogar ein Team aus Alaska am Spielbetrieb teil. Gespielt wird in Northern und Southern Division. Der Sieger der Playoffs erhält den Taylor Cup.

Die Atlantic Coast Hockey League wurde zur Saison 2002/2003 wieder aktiviert. Sie bestand bereits von 1981-1987. Derzeit nehmen sechs Teams am Spielbetrieb teil. Die Teams befinden sich ähnlich wie in der ECHL, dem Namen entsprechend, an der Ostküste der USA, beheimatet aber auch Teams die nicht an der Küste liegen wie z.B. Knoxville (Tennessee).

Ein guten Überblick über alle Ligen bietet die US-Seite inthecrease.com

 

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