Uwe Krupp
schrieb ein Stück Stanley-Cup Geschichte als er im Stanley-Cup
Finale 1996 zwischen Colorado und Florida das Siegtor erzielte.
Es lief bereits die vierte Overtime als sein Schuß von
der blauen Linie der Avalanche zum ersten Stanley-Cup-Gewinn
ihrer Franchise-Geschichte verhalf. Uwe Krupp hatte in dieser
Saison verletzungsbedingt lange pausieren müssen und
brachte es nur auf sechs Spiele während der Regular Season.
In den Playoffs war er jedoch wieder in überragender
Form und erzielte vier Tore und zwölf Assists.
Weitere Erfolge: Krupp gewann mit Köln die Meisterschaften
1984 und 1986, sowie die Meisterschaft der AHL mit den Rochester
Americans 1987, dem Farmteam der Buffalo Sabres. 1995 erzielte
er, als einziger Verteidiger der NHL, einen Hattrick im Spiel
der Islanders gegen Tampa Bay. 1991 nahm er am Allstar-Game
teil. 1999 wurde er ebenfalls gewählt, konnte aber verletzungsbedingt
nicht teilnehmen.
Im Herbst 1991 wurde Krupp von Buffalo zu den New York Islanders
getradet. Von dort ging es im Sommer 1994 zu den Quebec Nordiques,
die 1995 zur Colorado Avalanche wurden. Im 98er Expansiondraft
sicherten sich die Nashville Predators die Rechte an Krupp
die sie umgehend an die Detroit Red Wings weitergaben. Dort
erhielt er einen Vier-Jahres-Vertrag der ihm 16,4 Millionen
Dollar zusichern sollte. Doch es kam anders. Nachdem er einen
Bandscheibenvorfall erlitten hatte, mußte er die Spielzeiten
1999/2000 und 2000/2001 komplett aussetzen und ein Karrieende
schien kaum noch abzuwenden. Nachdem er, während seiner
Verletzungszeit, als aktiver Teilnehmer bei einem Hundeschlittenrennen
gesehen wurde, fühlten sich die Red Wings betrogen und
kündigten Krupp den Vertrag.
So klagte er die ihm lt. Vertrag noch zustehenden 12,3 Millionen
Dollar Gehalt vor Gericht ein. Trotz einiger Verhandlungen
wurde keine Einigung erzielt. So war er etwas verwunderlich,
daß Krupp zu Beginn der Saison 2001/2002 wieder für
die Red Wings auf’s Eis ging. Nach zwei Spielen ereilte
ihn jedoch eine Schulterverletzung und setze ihn abermals
bis kurz vor Ende der Saison außer Gefecht.
Er wurde
auch in den Playoffs eingesetzt, seine schlechte Plus/Minus-Bilanz
brachte ihm jedoch einen Platz auf der Tribüne ein. Er
wurde schließlich nicht mehr aufgestellt und darf sich
trotz des Stanley-Cup-Erfolges der Red Wings nicht als erneuter
Stanley-Cup-Sieger fühlen, da sein Name nicht auf dem
Cup eingraviert wurde. Frustriert verließ er Detroit
und heuerte für die Saison 2002/2003 für ein Jahr
bei den Atlanta Trashers an, bei denen er aber verletzungsbedingt
nur vier Spiele absolvierte. Seine gesundheitlichen Beschwerden
zwangen ihn dann
letztendlich zum Karrieende.
|